26.05.2013

Trabzon

Bis zuletzt wusste ich nicht, wann nun eigentlich eine Autofähre nach Sochi fährt. Die Aussagen im Internet sind nicht eindeutig und teils wiedersprüchlich. Das Terminal ist in der Stadt leider nicht ausgeschildert und ich habe einfach irgendwen gefragt. Natürlich geht das nicht einfach so, aber die Leute zücken dann schnell ihr Handy und rufen jemanden an, der Deutsch oder Englisch spricht. Er wollte mir den Weg zeigen und wir sind dann also zu zweit (!) auf meiner Maschiene gefahren. Ja, kaum zu glauben, aber es ging. Nen Helm braucht man hier ja nicht und mit dem Motorrad sind auch Einbahnstraßen egal und wie ich ja schon mal erwähnte, ist so wie so alles egal.

Bei meiner ersten Polizeikontrolle wollten die mir glaube ich erklären, dass ich zu schnell war. Ich hatte keine Ahnung wie schnell ich war (für gewöhnlich etwas langsamer als der Rest...) und habe erst einmal die Kopfhörer aus den Ohren genommen und ihn voll gelabert: "Ich bin Deutschland und mit Motorrad Trabzon Kasachstan bla bla..." Ein Blick in den Passport und weiter gings. In Deutschland hätte ich erst einmal Ärger bekommen wegen den Kopfhörern und dem ausgeschalteten Licht.

Nun habe ich jedenfalls mein Ticket für Dienstag. Abends durfte ich noch am Meer den Sonnenuntergang auf der einen Seite und den vollständigen Regenbogen auf der anderen Seite ansehen - großartig!

Später bin ich zufällig wieder auf Recep, meinen Helfer vom Nachmittag, gestoßen und bin mit ihm und Dschinghis, der Deutsch spricht, losgezogen. So hatte ich Gelegenheit, auf einer türkischen Hochzeit vorbei zu schauen. Heute wollen wir uns noch einmal treffen und zur Aya Sophia (die gibts nicht nur in Istanbul) und später ins Hamam, also ins türkische Bad. Trabzon ist kein Touristenort und es ist schon interessant, das türkische Leben so direkt mitzubekommen.