31.05.2013

Mineralnye Vody

Eigentlich wollte ich über Stavropol fahren aber ich Depp habe es igendwie geschafft die Abzweigung zu verpassen und bin 120 Kilometer in eine andere Richtung gefahren - nach Mineralnye Vody. Das ist nicht soo dramatisch, da gibt es auch eine sinnvolle Route. Erst habe ich mich etwas geärgert aber da ich nun einmal hier war, habe ich an einer Tankstelle Sergey (den dritten) nach einem Hotel gefragt. Er war auf einer kleineren Yamaha unterwegs und hat mich zu ihm und seiner Familie Nachhause eingeladen. Er ist wie ich auch erst 25, hat aber schon eine Frau und ein Baby.

Mir gefällt es hier sehr gut, die beiden haben es schon gemütlich. Wie im Bilderbuch :) Er kann Englisch und wir hatten einen schönen Abend. Seine Frau hat mir angeboten, dass ich meine Wäsche in die Waschmaschine tun kann - womit verdiene ich das alles?

(...) Wenn ich die Reise hinter mir habe, werde ich mehr von seinem Land gesehen haben als er und das wurmt ihn natürlich irgendwie. Ich hoffe, ich bin nicht der Grund, dass er nun auch unbedingt weg fahren will. Sonst ist seine Frau womöglich sauer... allerdings ist es gar nicht so leicht, den Leuten keinen Floh ins Ohr zu setzen.

Achja, fürs Mittagessen war ich an einem Truckerimbiss. Die Verkäuferinnen dort waren total begeistert, dass ich Lust habe nach Russland zu fahren und diese Reise mache. Damit sind sie die ersten Frauen der Reise, die sich so wirklich dafür ereifern konnten. Bisher hatte ich irgendwie immer eher Kontakt zu Männern. In der Türkei natürlich sowieso. Und als ich mit Sergey zusammen los gefahren bin, sind an uns ein paar Mädels im Auto vorbei gefahren und haben uns hinterhergerufen mit "Daumen hoch". So etwas habe ich ja überhaupt noch nie erlebt. Aber das nur am Rande.