20.05.2013

Kapadokien

Diese Gegend ist einfach grandios und auf jeden Fall eine Reise wert. Ich fand es verlockend mal jemand anderen fahren zu lassen, und habe eine Bustour mit gemacht. Es war eine gute Idee, sich die Hintergründe zur Entstehung der Landschaft und die Geschichte der Höhlenbewohner von einem Guide erklären zu lassen. Ich behaupte einfach mal, dass es auf eigene Faust sehr aufwändig geworden wäre, an einem Tag so viel mitzubekommen.

Igendwie mache ich die Reise bislang deutlich anders als ich geplant hatte. Ich dachte wohl, ich könne es einfach so angehen, wie als wenn ich nicht alleine reisen würde aber das funktioniert so nicht. Es macht keinen Sinn, alleine irgendwo versteckt zu zelten wenn man Leute kennen lernen will. Außerdem ist es Blödsinn Geld sparen zu wollen, wenn man eine gute Zeit haben will.

Insofern bin ich fast immer in (zum Glück immer bezahlbaren) Unterkünften und koche auch nicht selbst. Auf diese Weise konnte ich schon diverse Leute kennen lernen weil das nämlich häufig dann passiert, wenn man nicht wirklich damit rechnet. Am besten sind natürlich nach wie vor die Hostels. Man bekommt auch Tips von den Leuten die man trifft und im Endeffekt bin ich vor allem deshalb in Kapadokien gelandet, weil mir ein Amerikaner in Istanbul gesagt hat, dass ich da mal hin fahren soll.

Gestern habe ich den Tag im Wesentlichen mit einer Australierin verbracht, die ich im Bus kennen gelernt habe. Heute war ich mal wieder beim Barbier (an die türkischen Friseursalons könnte ich mich echt gewöhnen...) und habe einen Türken kennen gelernt, der in seiner Kindheit in Bayern gelebt hat und entsprechend gut deutsch sprach. Da er auch Motorradfahrer ist, haben wir uns gut unterhalten und ich bekam meine erste Einladung zum Mittagessen. Er hat ein Restaurant, mit dem Anspruch eine hohe Qualität anzubieten - ich habe auch lange nicht so edel gegessen :-)

Morgen früh werde ich mit dem Heißluftballon über die Region fliegen und danach noch einmal bei ihm vorbei schauen. Den Abend verbringe ich vielleicht noch mit der Koreanerin und der Japanerin aus dem Hostel (Foto) - Leute kennen lernen ist großartig, alleine im Zelt chilln ist Mist.