13.07.2013

Finnland

Zum Ende hin wurde es in Russland immer europäischer. Plötzlich darf man tanken bevor man bezahlen muss und dass man Englisch versteht ist auch schon fast selbstverständlich. Naja, fast.

Nach dem Grenzübergang zu Finnland habe ich mich irgendwie fast zuhause gefühlt. Ich kann wieder einfach so mit Leuten reden, es gibt den Euro, ich kenne die Produkte und wenn ich über die Straße will halten die Autos an... Irgendwie angenehm aber irgendwie war es eben auch genau das, was mich in die Ferne gezogen hat. In Russland und Kasachstan ist alles irgendwie anders und exotisch. War schon sehr interessant.

Aber ich freue mich auch auf Skandinavien. Der Plan ist, ans Nordkapp zu fahren. Es gibt etwas weiter östlich vom eigentlichen Nordkapp eine Möglichkeit fast genau so weit nach Norden zu fahren aber ohne den ganzen (teuren) Touristenzirkus. Angeblich soll es dort prima sein und ich will das mal ausprobieren.

In Finnland hat es gleich erst mal geregnet, was aber dazu geführt hat, dass wir in Joensuu von Huck spontan auf der Schnellstraße angehalten und in seine Sauna eingeladen wurden. Außerdem durften wir in seinem Garten zelten :) Am nächsten Tag kamen noch diverse Leute von Greenpeace dazu, die auf einem Festival Stände vorbereitet haben. Insgesamt waren die zwei Nächte bei Huck total gut, ich habe mich sehr wohl gefühlt. Er ist früher auch viel gereist und weiß daher wie das so ist. Ich hoffe, dass ich später auch mal irgendwem etwas von der Gastfreundschaft zurück geben kann, die ich auf meiner bisherigen Reise bekommen habe.

Inzwischen ist er dabei sich mit Wildnistouren selbstständig machen: www.nordicbynature.net

Michael ist nun alleine weiter nach Schweden gefahren während Stephan und ich zusammen in Finnland weiter machen, momentan auf dem Weg zur Ostsee. Nachdem ich ein Paket mit nicht mehr benötigter Ausrüstung und Souveniers nachhause geschickt habe, ist das Packen auch wieder entspannter geworden.

Noch eine Sache zur Handynutzung auf Reisen: Schaltet eure Mailbox aus! Ich habs gemacht, Stephan nicht, weil ihm nicht klar war, dass die Mailbox automatisch aktiv ist. Nun hat er mit einer Handyrechnung von mehreren hundert Euro zu kämpfen - pro Monat. Total unnötig und ob 1&1 ihm in irgendeiner Hinsicht entgegen kommt ist fraglich.