Spezielle Tipps

FePo4 Anlasserbatterie
Da es für mich fast unmöglich ist meinen 600er Einzylinder anzuschieben und
ich mich eine Zeit lang mit kaputten Bleiakkus herumgeärgert hab, bin ich auch im Nachhinein sehr froh mich für eine teure, aber sehr reisegeeignete FePo4 Batterie entschieden zu haben. Alternativ wäre ein Kickstarter natürlich noch schöner - hab ich aber nun mal nicht, genau wie Fahrer von Transalps, neuen BMW GS usw.
Ich musste die Batterie noch nie laden und sie hat Durchzug ohne Ende. Da merkt man nicht gleich nach vier Motorumdrehungen Ermüdungserscheinungen wenns mal Startprobleme gibt (was ja schon der Fall sein kann wenn man nur versäumt schnell genug auf Reserve zu schalten...)

Simkarten im Ausland kaufen
Wenn man Wert auf eine zuverlässige Internetanbindung legt, lohnt sich das sehr schnell, spätestens ab zwei Wochen Aufenthalt in einem Land und ggf. auch schon früher. Natürlich hat man keine Lust sich darum zu kümmern aber letztendlich ist es günstig und man hat einfach die Freiheit jederzeit emails schreiben zu können. Und zwar nicht nur mit der Familie zuhause sondern auch mit anderen Reisenden, die man früher oder später trifft. Immer nach Wlan zu suchen ist auch nervig, also gibts von mir die Empfehlung sich lieber einmal nach der Einreise am nächsten Kiosk eine lokale Simkarte zu kaufen.

In direkter Verbindung zur Simkarte rate ich auch zu einer Bluetoothtastatur. (z.B. Periboard 804)
Das hat sich für mich bewährt, da man ohne besondere Platz- oder Gewichtsprobleme aus seinem Smartphone fast einen Laptop machen kann. Emails und regelmäßige Blogeinträge sind dann keine besondere Herausforderung mehr.

Reifen von zuhause mitnehmen!
Ich habe Reisende getroffen, die es völlig absurd fanden Ersatzreifen mit sich herum zufahren. Wenn man ein kleines Motorrad fährt, mit Reifendimensionen wie sie in den Reiseländern verbreitet sind, kann es tatsächlich überflüssig sein.
Allerdings werden aber die wenigsten Leute auf 125ern oder 250ern unterwegs sein und ich habe auch Reisende getroffen, die eine ganze Woche verbraten haben um sich die dringend benötigten Reifen in Russland zu besorgen. Das wiederum finde ich völlig überflüssig und nervig. Von den Übernachtungskosten ganz zu schweigen.
Ganz so schlimm ist es auch wieder nicht Reifen mitzunehmen und im Nachhinein kann ich sagen, dass es definitiv die richtige Entscheidung war. Dann hat man genau zum richtigen Zeitpunkt genau die Reifen, die man haben will und sie passen einfach und sind oftmals auch günstiger als im Ausland.

Ich kann außerdem den Mitas E07 für Fernreisen empfehlen, da er ein universell brauchbares Profil hat und wirklich enorm lange hält. Mit 20.000km kann man schon rechnen denn wahrscheinlich hält er noch länger. Im Regen ist aber etwas Vorsicht geboten.

Kreditkarte
Ich erwähne dies, da ich auch Reisende ohne Kreditkarte getroffen habe, die somit Probleme bei der Bargeldbeschaffung hatten. Dabei kann es so einfach und kostenlos sein. Es gibt verschiedene Kreditkarten, mit denen man weltweit kostenlos Bargeld abheben kann und ich kann die DKB empfehlen. VISA ist sehr gut vebreitet, mit MASTER ist es schwieriger.

Registrierung im Kasachstan-Visum
In Kasachstan muss man sich, genau wie in Russland, registrieren lassen. In Russland geht das allerdings einfach indem man in einem Hotel übernachtet. Die Rezeption übernimmt die Registrierung dann normalerweise und man muss dann einfach nur die Hotelquittung mitführen.

In Kasachstan hingegen muss man sich mit einer speziellen Registrierungskarte registrieren lassen, was aber nicht einfach im erstbesten Hotel geht sondern erst im Konsulat - es sei denn man hat die Karte schon bei der Einreise.

In meinem Reisepass war die Karte bereits eingetackert und ich habe das nicht weiter hinterfragt. So konnte ich mich direkt bei der Einreise vom Grenzbeamten registrieren lassen, was extrem praktisch war! Die Grenzpassage hat mich 15 Minuten gekostet, alles einfach und unproblematisch. Andere Reisende, die ich getroffen habe, mussten sich später unter großem Zeitaufwand auf Eigeninitiative hin registrieren. Und das ging eigentlich auch nur, weil eine von den dreien Russisch spricht. Dafür kann schon mal ein Reisetag drauf gehen.
Deswegen kann ich nur dazu raten, bei der Visumsbeschaffung gleich auf die Karte zu achten. Meine Visa habe ich hier besorgt und kanns weiterempfehlen:
www.orbita-reisen.de/visum/nach-kasachstan